Heinrich Rantzau - Zwischen Macht und Gelehrsamkeit

01. März 2026 - 25. Oktober 2026

Statthalter dreier Könige, Diplomat, Gelehrter, „Fugger des Nordens“, Bauherr, Mäzen der Kultur und der Wissenschaften, Wohltäter – der Humanist Heinrich Rantzau (1526–1598) war ein Mensch mit vielfältigen Talenten. Anlässlich des 500-Jahre Heinrich-Rantzau-Jubiläumsjahres begibt sich das Kreismuseum Prinzeßhof auf die Spuren dieses außergewöhnlichen Mannes, der seiner Zeit in vielerlei Hinsicht weit voraus war und die Politik, Wissenschaft und Kultur der Herzogtümer Schleswig und Holstein im gemeinhin bekannten „Rantzauschen Zeitalter“ prägte.

Wie verlief sein Lebensweg? Welche Ideen und Visionen verfolgte er und wie nutzte er seine Macht? Was erinnert im Kreis Steinburg heute noch an die Herrschaft der Rantzaus? In der Ausstellung „Heinrich Rantzau. Zwischen Macht und Gelehrsamkeit“, Führungen und Vorträgen im Rahmenprogramm gehen wir diesen Fragen nach.

Zu Ehren Heinrich Rantzaus finden im Jubiläumsjahr 2026 in ganz Schleswig-Holstein Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Nähere Informationen dazu unter www.heinrich-rantzau.de .

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung, so wie weitere Veranstaltungen im Prinzeßhof, finden sie hier.

Oskar Kokoschka – Menschen und Länder

08. Februar 2026 - 07. Juni 2026

Doppelausstellung im Kreis Steinburg

Das Detlefsen-Museum im Brockdorff-Palais und das Kreismuseum Prinzeßhof setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und widmen einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts – Oskar Kokoschka (1886–1980) eine Doppelausstellung in den zwei eindrucksvollen Stadtpalais in Glückstadt und Itzehoe.

Das Kreismuseum Prinzeßhof konzentriert sich in der Schau auf Kokoschkas Porträts von Menschen aus seinem persönlichen und künstlerischen Umfeld. Seine Modelle entstammen der europäischen Avantgarde – Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Intellektuelle – ferner begegnet uns der Künstler in seinen Selbstbildnissen. Die Darstellung eines kompromisslosen Ausdrucks präsentiert seine klare gesellschaftliche wie politische Haltung. Kokoschkas Porträtkunst verbindet expressive Verfremdung mit psychologischer Tiefe. Nicht die äußere Ähnlichkeit, sondern das innere Wesen steht im Mittelpunkt. Mit schnellen, gestischen Linien und kraftvollen Kontrasten erschafft er Charakterstudien von großer Intensität. Seine Porträts sind keine Abbilder, sondern seelische Zustandsbeschreibungen – Momentaufnahmen innerer Spannungen, von Nähe und Distanz, von Wachheit und Traum.

Das Detlefsen-Museum zeigt parallel Arbeiten, die auf Kokoschkas zahlreichen Reisen entstanden sind. Seine Landschaftsdarstellungen sind Ausdruck einer tiefen Naturerfahrung und verbinden äußere Eindrücke mit inneren Empfindungen. Nach dem Ersten Weltkrieg und während seiner Zeit im Exil – seine Kunst wurde von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert – entwickelte Kokoschka eine neue Form der Landschaft: keine topografische Wiedergabe, sondern eine seelische Topografie. In den Zeichnungen und Grafiken seiner Reisen durch Italien, Griechenland und andere Länder verschmelzen Licht, Raum und Erinnerung zu bewegten, von Energie erfüllten Kompositionen.

Gemeinsam eröffnen beide Ausstellungen einen vielschichtigen Blick auf das unverwechselbare Werk Oskar Kokoschkas als Zeichner, Grafiker und Mensch. Sie zeigen einen Künstler, der Zeit und Ort nicht abbildet, sondern kritisch durchdringt – einen Suchenden, der das Äußere stets als Spiegel des Inneren verstand und damit bis heute zum Nachdenken anregt.

Möglich wurde die Doppelausstellung dank der Leihgaben der Sammlung und Stiftung Spielmann-Hoppe und der Expertise des Sammlers Heinz Spielmann, der begleitend zur Ausstellung einen Katalog mit allen gezeigten Werken, Fotografien und umfangreicher Biografie Kokoschkas herausgibt. 

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