Unsere Held*innen. Zeige Ehrenamt im Bild!

02. Juni 2026 - 15. September 2026

Ob Feuerwehr, Sportverein, Jugendgruppe, soziale Arbeit, Kultur, Tier oder Naturschutz: Ehrenamtliche leisten in vielen Bereichen einen unverzichtbaren Beitrag für das gesellschaftliche Leben im Kreis Steinburg. Der Fotowettbewerb möchte diesen Einsatz sichtbar machen und die Menschen würdigen, die sich mit Zeit, Leidenschaft und Engagement für andere einsetzen.

Die eingereichten Fotografien zeigen Menschen, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich engagieren: etwa in Sportvereinen, bei der Feuerwehr, in sozialen Einrichtungen oder im kulturellen Bereich. Ergänzt werden die Bilder durch persönliche Texte und Statements der Teilnehmenden, die die Bedeutung des jeweiligen Engagements beschreiben.

Der Wettbewerb wurde gemeinsam vom Kreismuseum Prinzeßhof, dem Sophie-Scholl-Gymnasium sowie dem Kreisfachberater für Kultur, Christian Jansen, veranstaltet. Ziel des Projekts war es, ehrenamtliches Engagement im Kreis Steinburg sichtbar zu machen und junge Menschen dazu einzuladen, sich kreativ mit gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinanderzusetzen.

Eine Jury aus Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses „Lernen durch Engagement“ des Sophie-Scholl-Gymnasiums sowie Fachleuten aus Kultur und Fotografie hat die ausgezeichneten Beiträge ausgewählt. Die Gewinner*innen werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung bekanntgegeben und geehrt.

Die Ausstellung ist im Anschluss an die Eröffnung im Kreismuseum Prinzeßhof bis zum 15.09.2026 zu sehen.

Von schwimmenden Rätseln und Gelächtern - Anne Dingkuhn im Dialog mit Wenzel Hablik

28. Juni 2026 - 27. September 2026

Mit „Von schwimmenden Rätseln und Gelächtern“ präsentiert das Kreismuseum Prinzeßhof ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt, das zwei künstlerische Positionen unterschiedlicher Zeiten miteinander in Beziehung setzt. In vier thematisch gestalteten Räumen treten die raumgreifenden Installationen der Hamburger Künstlerin Anne Dingkuhn (geb. 1965) in einen Dialog mit grafischen Arbeiten des Itzehoer Künstlers Wenzel Hablik aus den Jahren 1903 bis 1925.

Trotz des zeitlichen Abstands verbindet beide Künstler eine intensive Auseinandersetzung mit Natur, Fantasie und der Erforschung unbekannter Welten. Sowohl Hablik als auch Dingkuhn sammelten Naturobjekte und Fundstücke aus Alltag und Ferne und schufen daraus eigene, poetische Wunderkammern. Während Hablik von Reisen durch das Universum in kugelförmigen Raumschiffen träumte, erkundet Dingkuhn aus einer begehbaren Kunststoffkugel heraus innere Vorstellungswelten und äußere Naturphänomene.

Ein zentrales Motiv der Ausstellung ist das Thema „Ozeanien“. Die Faszination für das Meer zeigt sich bei Dingkuhn in bühnenhaft inszenierten Installationen mit Licht, Schatten und Objekten, während Hablik farbintensive und phantastische Meereswesen und Aquarienwelten gestaltet. Die Gegenüberstellung macht sowohl die Nähe als auch die Unterschiede der beiden künstlerischen Ansätze sichtbar.

Ein vierter, ausschließlich von Anne Dingkuhn gestalteter Raum widmet sich der Wahrnehmung und ihren Grenzen. In vollständiger Dunkelheit entfalten fluoreszierende Zeichnungen eine eigene Bildwelt und laden dazu ein, Sehen und Wirklichkeit neu zu erfahren.

Begleitend zur Ausstellung zeigt die Galerie11 vom 1. August bis 12. September 2026 die Ausstellung „Aus dem Archiv einer Forscherin“ mit Arbeiten von Anne Dingkuhn. Zudem erscheint am 20. August 2026 ein Ausstellungskatalog mit Werken beider Künstler sowie kunsthistorischen Beiträgen und Raumaufnahmen.

Heinrich Rantzau - Zwischen Macht und Gelehrsamkeit

01. März 2026 - 25. Oktober 2026

Statthalter dreier Könige, Diplomat, Gelehrter, „Fugger des Nordens“, Bauherr, Mäzen der Kultur und der Wissenschaften, Wohltäter – der Humanist Heinrich Rantzau (1526–1598) war ein Mensch mit vielfältigen Talenten. Anlässlich des 500-Jahre Heinrich-Rantzau-Jubiläumsjahres begibt sich das Kreismuseum Prinzeßhof auf die Spuren dieses außergewöhnlichen Mannes, der seiner Zeit in vielerlei Hinsicht weit voraus war und die Politik, Wissenschaft und Kultur der Herzogtümer Schleswig und Holstein im gemeinhin bekannten „Rantzauschen Zeitalter“ prägte.

Wie verlief sein Lebensweg? Welche Ideen und Visionen verfolgte er und wie nutzte er seine Macht? Was erinnert im Kreis Steinburg heute noch an die Herrschaft der Rantzaus? In der Ausstellung „Heinrich Rantzau. Zwischen Macht und Gelehrsamkeit“, Führungen und Vorträgen im Rahmenprogramm gehen wir diesen Fragen nach.

Zu Ehren Heinrich Rantzaus finden im Jubiläumsjahr 2026 in ganz Schleswig-Holstein Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Nähere Informationen dazu unter www.heinrich-rantzau.de .

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung, so wie weitere Veranstaltungen im Prinzeßhof, finden sie hier.

Oskar Kokoschka – Menschen und Länder

08. Februar 2026 - 07. Juni 2026

Doppelausstellung im Kreis Steinburg

Das Detlefsen-Museum im Brockdorff-Palais und das Kreismuseum Prinzeßhof setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und widmen einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts – Oskar Kokoschka (1886–1980) eine Doppelausstellung in den zwei eindrucksvollen Stadtpalais in Glückstadt und Itzehoe.

Das Kreismuseum Prinzeßhof konzentriert sich in der Schau auf Kokoschkas Porträts von Menschen aus seinem persönlichen und künstlerischen Umfeld. Seine Modelle entstammen der europäischen Avantgarde – Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Intellektuelle – ferner begegnet uns der Künstler in seinen Selbstbildnissen. Die Darstellung eines kompromisslosen Ausdrucks präsentiert seine klare gesellschaftliche wie politische Haltung. Kokoschkas Porträtkunst verbindet expressive Verfremdung mit psychologischer Tiefe. Nicht die äußere Ähnlichkeit, sondern das innere Wesen steht im Mittelpunkt. Mit schnellen, gestischen Linien und kraftvollen Kontrasten erschafft er Charakterstudien von großer Intensität. Seine Porträts sind keine Abbilder, sondern seelische Zustandsbeschreibungen – Momentaufnahmen innerer Spannungen, von Nähe und Distanz, von Wachheit und Traum.

Das Detlefsen-Museum zeigt parallel Arbeiten, die auf Kokoschkas zahlreichen Reisen entstanden sind. Seine Landschaftsdarstellungen sind Ausdruck einer tiefen Naturerfahrung und verbinden äußere Eindrücke mit inneren Empfindungen. Nach dem Ersten Weltkrieg und während seiner Zeit im Exil – seine Kunst wurde von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert – entwickelte Kokoschka eine neue Form der Landschaft: keine topografische Wiedergabe, sondern eine seelische Topografie. In den Zeichnungen und Grafiken seiner Reisen durch Italien, Griechenland und andere Länder verschmelzen Licht, Raum und Erinnerung zu bewegten, von Energie erfüllten Kompositionen.

Gemeinsam eröffnen beide Ausstellungen einen vielschichtigen Blick auf das unverwechselbare Werk Oskar Kokoschkas als Zeichner, Grafiker und Mensch. Sie zeigen einen Künstler, der Zeit und Ort nicht abbildet, sondern kritisch durchdringt – einen Suchenden, der das Äußere stets als Spiegel des Inneren verstand und damit bis heute zum Nachdenken anregt.

Möglich wurde die Doppelausstellung dank der Leihgaben der Sammlung und Stiftung Spielmann-Hoppe und der Expertise des Sammlers Heinz Spielmann, der begleitend zur Ausstellung einen Katalog mit allen gezeigten Werken, Fotografien und umfangreicher Biografie Kokoschkas herausgibt. 

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